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Cicerone Performance Dr. Rudolf H. Röttinger
Das Haus zum Sankt Paulus an
der Oetenbachgasse
Geschichte nach 1850
| 1855 |
Am 8. Januar 1855 kauft Jacob Krebser, Küfer, mit Ehefrau Regula Köng das Haus. Emanuel
Hess-Mahler verlegt die Weinhandlung ins Freigut an der
Brandschenkestrasse. |
| 1. Januar 1865 |
Einführung der Polizeinummerierung: Neu Oetenbachgasse 13. Bei der Polizeinummerierung
erhalten die Häuser Nummern, die von der Limmat her bzw. parallel zur Flussrichtung auf
der linken Seite ungerade, auf der rechten Seite gerade fortlaufen. |
| 27. Dezember 1867 |
Kauf durch Johann
Jakob Röttinger. |
| 16. September 1869 |
Johann Jakob
Röttinger zieht mit seiner Familie und seinem Geschäft in das Haus ein. |
| 1878 |
Abgrabung
und nördlichere Trassierung der Oetenbachgasse und Erstellung der Ladenvorbaute.
Damit wird das bisherige Erdgeschoss zum ersten Obergeschoss. |
| vor 1913 |
Einrichtung von Gasbeleuchtung und Gaskochherden. |
| nach 1900 |
Telefon
mit Nummer 6911, später «Selnau 6911», dann 3 69 11, anschliessend 23 69 11, dann 051
23 69 11. |
| 1913 |
Elektrifikation,
Ersatz der Gasbeleuchtung durch elektrische Glühlampen. |
| 1926 |
Einführung der Schwemmkanalisation
und damit Wegfall der Kübelleerungen für die Feststoffe. |
| 1933 |
Umgestaltung des Innenhofes, Werkstattanbau
mit Oberlicht; bei diesem Umbau werden gotische
Kachelfragmente gefunden, die heute im Schweizerischen Landesmuseum
aufbewahrt werden. |
| 1942 |
Verstärkung des westlichen Kellerraums zu
einem Schutzraum mit Notausgang. Der
Luftschutzkeller wird 1972 aufgegeben und zum westlichen Laden geschlagen. |
| 1983 |
Auflösung
der Glasmalerei Röttinger. |
| 1983 |
Im Rahmen von Vermessungsarbeiten im
Hausinnern ergibt sich, dass die Obergeschosse ungleiche Breiten aufweisen; die Brandmauern zu den Nachbarhäusern laufen somit nicht bündig über alle Etagen durch. |
| 1984 |
Ersatz des letzten
mit Holz beheizten Ofens
durch eine Gasheizung. |
| 1984 |
Doppelverglaste Fenster und damit Wegfall der Vorfenster,
die im Winter die Fensterläden ersetzten. |
| 1985 |
Verlegung der Toiletten
von der über die Lauben erreichbaren «Abtrittanbaute» ins Hausinnere. |
| 1998 |
Im Rahmen der Sanierung der Leitungen in
der Oetenbachgasse Ersatz der durch die Liegenschaft Oetenbachgasse 11 verlaufenden über
120-jährigen Frischwasserleitung durch eine
eigene Leitung. |
| 23. Juli 1998 |
Mit der Rückgabe der Ladenschlüssel wird
die über 110-jährige Büchsenmacherei
(Inhaber Konrad Schefer, Bernhard Müller senior, Bernhard Müller junior, Helmut Wurzer,
Robert Bürchler) im östlichen Laden für immer geschlossen. |
| 1999 |
Am 12. Februar 1999 Anschluss ans Internet. |
| 8. Dezember 2000 |
Glasmaler Heinrich Stäubli (spätere
Schreibweise: Heinrich Stäuble) und Ernst Holenstein, Engelburg, montieren im
Hochparterre eine Kopie des Paulus-Fensters aus
dem Grossmünster. Das Original aus dem Jahre 1853 stammt von Johann Jakob Röttinger. |
| 2003 |
urteilen Regine Abegg und Christine Barraud
Wiener in «Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Neue Ausgabe Band II.II» auf den
Seiten 275 und 276 über die südliche Häuserzeile an der Oetenbachgasse: «Es sind
durchwegs bescheidene Häuser und sowohl in der äusseren Erscheinung wie im Innenausbau
von geringem architektonischem Anspruch». Die Autorinnen schreiben über Gebäude, deren
Inneres sie nie persönlich besichtigt haben; für den Kunstdenkmälerband von 1949 haben
sich Konrad Escher, Hans Hoffmann und Paul Kläui noch die Mühe genommen, auch vor Ort zu
recherchieren. |
Quellen
ABEGG,
Regine / BARRAUD WIENER, Christine: Die Kunstdenkmäler des
Kantons Zürich. Neue Ausgabe Band II.II: Die Stadt Zürich II.II: Altstadt links der
Limmat: Profanbauten. Die Kunstdenkmäler der Schweiz Band 102. 398 S. Bern: Gesellschaft
für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, 2003. ISBN 3 906131 77 7. Seiten 274-278:
Oetenbachgasse.
ESCHER,
Konrad / HOFFMANN, Hans / KLAEUI, Paul: Die Kunstdenkmäler des
Kantons Zürich. Band V: Die Stadt Zürich. Zweiter Teil. Die Kunstdenkmäler der Schweiz,
Zweiundzwanzigster Band. 12+512 S. Basel: Birkhäuser, 1949. S. 193.
GUYER,
Paul: Zürcher Hausnamen. Mit einem Häuserverzeichnis der Zürcher Altstadt. 81 S.
Erweiterter Sonderdruck aus dem Jahrbuch vom Zürichsee 1951/52. Kleine Schriften des
Stadtarchivs Zürich, sechstes Heft. Zürich / Stäfa: o. V., 1953.
ILLI,
Martin / STEINER, Hansruedi:
Von der Schîssgruob zur modernen Stadtentwässerung. 264 S. Zürich: Stadtentwässerung,
Abteilung des Bauamtes I, 1987. ISBN 3 85823 173 8.
LANDOLT,
Elias [* 24. Juli 1926]: Elias Landolt 1821-1896: Ein Leben für den Wald. 54 S.
Neujahrsblatt auf das Jahr 2002. Herausgegeben von der Gelehrten Gesellschaft in Zürich.
Zürich: Gelehrte Gesellschaft / Buchhandlung Beer, 2002. ISBN 3 906262 13 8.
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